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Die Schweizer Compagnie aus dem Tessin vereint Künstler:innen aus der Schweiz und verschiedenen anderen europäischen Ländern. Unter der Leitung des Schauspielers und Regisseurs Marco Cupellari entstand sie 2010 aus der Begegnung und Zusammenarbeit mit Brita Kleindienst, Schauspielerin, Regisseurin und Maskenbildnerin, sowie Dario Miranda, vielseitigem Musiker und Komponisten für Theater und Film. Seit 2021 wird die Compagnie für ihre jährliche Tätigkeit und seit 2023 auch für ihre Produktionen vom Departement für Bildung, Kultur und Sport (DECS) unterstützt.

PerpetuoMobileTeatro verortet die eigene Arbeit im Bereich des Physical Theatre – einem Theater, das den Darsteller und seine Fähigkeit, Ideen und Konzepte zu „verkörpern“ ins Zentrum des Kreationsprozesses stellt. Seit mehr als 10 Jahren entwickelt die Kompanie eine synthetische und essentielle Sprache, die zwischen der Tradition des Maskentheaters und den Experimenten des zeitgenössischen Bewegungstheaters angesiedelt ist; ein visuelles, symbolisches und raffiniertes Vokabular, das die Wirksamkeit und Ausdruckskraft eines Märchens oder eines Mythos besitzt und dem es gelingt, die Komplexität, in der wir leben, auf einfache und unmittelbare Weise darzustellen und dabei sprachliche, kulturelle und generationsbedingte Grenzen zu überwinden.

Die Kompanie hat ihre Stücke in der Schweiz, in Italien, Deutschland, Frankreich, der Slowakei, im Kosovo und in den Vereinigten Staaten mit großem Erfolg bei Publikum und Kritikern präsentiert. Des weiteren gibt und entwickelt PMT Kurse und Workshops in folgenden Bereichen: Improvisation, nonverbale Dramaturgie und Theatralisierung von Bewegung, Tanz und bewusste Bewegung, Maskenspiel, Bau von Theatermasken, Rhythmus und musikalische Komposition für die Bühne.

Perpetuum mobile​

„Ich möchte Wunderdinge vollbringen.“ Leonardo Da Vinci

Ein Perpetuum mobile ist eine Maschine, die – einmal in Gang gesetzt – ohne weitere Energiezufuhr ewig in Bewegung bleibt und dabei Arbeit verrichtet. Ein ununterbrochener Energiekreislauf, von dessen Erfindung die berühmtesten Wissenschaftler und die unerschütterlichsten Utopisten aller Epochen geträumt haben. Bis heute ist dieses Ziel, vor allem wegen der unvermeidlichen Verluste (durch zum Beispiel die Reibung) unerreicht geblieben. Kurz gesagt, um sich selbst antreiben zu können, müsste die Maschine mehr Energie produzieren, als sie verbraucht.

PerpetuoMobileTeatro hat es sich zum Ziel gesetzt, im Theater zu erreichen, was in der Physik unmöglich scheint: einen Energiekreislauf zwischen der Bühne und dem Publikum herzustellen, der mehr Energie produziert als er verbraucht. Wir möchten Stücke erschaffen, dessen Einzelteile wie Räder einer Spieluhr ineinandergreifen, in denen sich Handlung, Bilder und Musik zu stimmungsvollen Welten voller Symbolik verdichten. Wir möchten den Zauber entstehen lassen, der dem Publikum und den Darstellern selber die regenerierende Kraft schenkt, die in abenteuerlichen und richtungsweisenden Träumen steckt.