Regie
Marco Cupellari

Darsteller
Kenneth Philip George
Sara Bocchini
Julian Murer

Musik
Dario Miranda

Masken
Sara Bocchini
Brita Kleindienst

Lichtdesign
Raphael Vuilleumier

Bühnenbild
Dino Serra

Illstrationen und Visuals
Antoine Déprez
Ursula Bucher

Produktion
PerpetuoMobileTeatro

Koproduktionen
Theater am Gleis (Winterthur ZH)
fabriggli, werdenberger kleintheater (Buchs SG)

In Zusammenarbeit mit
Plum Yard (Malovice, CZ)
Spazio ELLE (Locarno TI)

Autorenrechte
Theaterverlag Marabu, Zürich

momo

Produktion für ein breites Publikum ab 8 Jahren, basierend auf dem fantastischen Roman “Momo” von Michael Ende.

Koproduziert vom Theater am Gleis (Winterthur ZH) und fabriggli, werdenberger kleintheater (Buchs SG), in Zusammenarbeit mit Plum Yard (Malovice, Tschechische Republik) und Spazio ELLE (Locarno TI).

Uraufführung am 15. und 16. April 2023 im Theater am Gleis, Winterthur. Die Produktion wird in drei Sprachversionen aufgeführt (in deutscher, italienischer und französischer Fassung).

 

Intention der Regie

Die industrielle Revolution und die Moderne Zeit haben uns gelehrt, dass Zeit Geld ist und dass sie gespart und investiert werden kann. Uns wurde versprochen, dass der erhöhte Profit, der durch den geringeren Zeitaufwand in der Produktion entsteht, jedem Menschen Wohlstand und freie Zeit zurückgeben würde. Ist das wirklich geschehen? Was genau bedeutet freie Zeit? Frei wovon? Um sie wofür zu verwenden?

Momo, die nicht weiss, wie alt sie ist, die aber von sich selbst sagt „Soweit ich mich erinnern kann, war ich schon immer da“, entdeckt dank ihrer Fähigkeit, allem und jedem wirklich zuzuhören, was sie tief im Innersten schon immer gewusst hat: dass jede Stunde eine wunderbare Blume ist, die bald verwelkt; dass die gesparte Zeit Gefahr läuft, tote Zeit zu werden; dass Zeit kein Geld ist und nur dann einen Wert erhält, wenn man sich dazu entschliesst, sie mit echter Präsenz zu erfüllen und jeden Moment voll und ganz mit Freude und Dankbarkeit zu erleben immer im Bewusstsein, dass wir sie als Geschenk erhalten haben.

„Der Schmetterling zählt nicht Monate, sondern Augenblicke, und hat Zeit genug.“
Rabindranath Tagore

Die Geschichte von Momo ist ein hochaktuelles Märchen, das wesentliche Fragen zu unserer Gegenwart aufwirft und uns eine Möglichkeit für die Zukunft bietet. Sie ist eine aussergewöhnliche Metapher für die menschliche Existenz und den Sinn, den jede*r von uns ihr zu geben aufgerufen ist. PerpetuoMobileTeatro hat beschlossen, es mit jenen Mitteln zu inszenieren, die ihm am besten entsprechen: Physical Theatre, ausdrucksstarke Masken und Originalmusik. Wir wollen uns an ein junges Publikum wenden, weil wir es für wesentlich halten, dieses Thema mit einer Generation anzugehen, die den Lauf der Dinge umkehren könnte, indem sie eine erneuerte Beziehung zur Zeit sucht, die das Geheimnis und das Staunen jeder Erfahrung wieder in den Mittelpunkt stellt.

TRAILEr